Verkehrsentwicklungsplan Lichtenhagen
Erarbeitung eines Verkehrskonzeptes für den Stadtteil
Bis Sommer 2025 soll ein Verkehrskonzept, der sogenannte Verkehrsentwicklungsplan, für den Stadtteil Lichtenhagen erstellt werden.
Dieses Konzept enthält Maßnahmen, die die Straßen sicherer machen, die Belange von mobilitätseingeschränkten Menschen beachten und die Aufenthalts- und Wohnqualität für die Menschen im Stadtteil verbessern. Mit der Erarbeitung des Verkehrsentwicklungsplans wird eine Lücke, die durch den städtebaulichen Rahmenplan Rostock-Lichtenhagen im Jahr 2020 entdeckt wurde, geschlossen.
Dabei sind die Menschen gefragt, die im Stadtteil leben und arbeiten …
(4) Dokumentation
Zusammenstellen aller Ergebnisse
1. Halbjahr 2025: Öffentlicher Workshop
Zwischenstand
Zwischenstand zum Entwicklungsplan mit Workshop
Mittwoch, 7. Mai 2025
(3) Verkehrskonzeptionelle Untersuchung
Entwicklung von Einzelmaßnahmen
7. Oktober 2024: Öffentlicher Workshop
(2) Zieldarstellung für Verkehr, Mobilität und Infrastruktur
11. Juli 2024: Öffentlicher Workshop Ziel & Leitbild
(1) Bestandsanalyse
Bewertung des Ist-Zustandes und der Defizite
Stakeholderworkshop vom 9. Oktober 2024

Am 9. Oktober 2024 fand im Stadtteilbüro Lichtenhagen ein Stakeholder-Workshop zum Verkehrsentwicklungsplan für Rostock-Lichtenhagen statt. Zu Beginn des Workshops wurden das Projekt, die Ergebnisse der ersten Beteiligung und eine Defizitanalyse vorgestellt. Die eingeladenen Stakeholder waren lokale Akteure, auf die der Verkehrsentwicklungsplan eine besonders große Auswirkung hat. Deshalb nahmen Akteure aus Wirtschaft, Ortsbeirat und Verwaltung teil: eine Vertretung des Einzelhandels und des Einkaufszentrums Güstrower Straße (LIDL), die Deutsche Bahn, die RSAG, Rostock Business und Fachämter der Stadt (Umweltamt, Tiefbauamt, Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung und Mobilität). Die Teilnehmenden hatten an Stellwänden die Möglichkeit, ihre Ideen und Anmerkungen einzubringen. Dabei wurden Mängel in der Anbindung des Einkaufszentrums aufgezeigt, wie Probleme der Busse an der Haltestelle Güstrower Straße barrierefrei anzufahren. Für die vermehrte Nutzung der P+R Anlage an der Flensburger Straße wurden Lösungen von der besseren infrastrukturellen Anbindung bis zur Beschilderung entwickelt. Ein dritter Schwerpunkt war die Flensburger Straße als Lärmschwerpunkt und Strecke mit überhöhten Geschwindigkeiten. An diesen und weiteren Stellen sollen Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung, Verbesserung des ÖPNV und den Wegeverbindungen zum ÖPNV im weiteren Planungsprozess aufgenommen werden.
Im Anschluss wurden drei verschiedene Szenarien zur Verlängerung der Mecklenburger Straße sowie der Kreuzung Güstrower Straße / An der Stadtautobahn präsentiert, die in Kleingruppen diskutiert wurden. Dabei lag der Fokus auf der Erreichbarkeit des S-Bahn-Haltepunktes "Lichtenhagen" sowie der Zugänglichkeit für Zulieferungs- und Kundenverkehre zum Einzelhandelsstandort an der Güstrower Straße. Als Ergebnis wurde das Szenario favorisiert, welche die Kreuzung der Güstrower Straße / An der Stadtautobahn in ähnlichem Ausbauzustand wie heute erhält. Gleichzeitig entstehen durch die verlängerte Mecklenburger Allee Verlagerungen des Verkehrs, sodass der Autoverkehr in der Parchimer Straße und Güstrower Straße deutlich abnehmen werden. An der neuen Kreuzung Mecklenburger Allee / Parchimer Straße soll in den nächsten Schritten als Alternative ein Kreisverkehr geprüft werden.
Die Ergebnisse der Veranstaltung fließen in die weitere Planung des Verkehrsentwicklungsplans ein. Am 7. Mai 2025 werden die neuen Planungsentwürfe vorgestellt, die gemeinsam mit den Einwohnenden diskutiert werden sollen.
ZIEL & LEITBILD: Öffentlicher Workshop vom 11. Juli 2024

An Thementischen wurden Ideen und Anregungen der Bürger*innen zur Verbesserung der Infrastruktur, zum Radverkehr, Fußverkehr und motorisierten Verkehr diskutiert und gesammelt. Auf großen Karten wurden konkrete Ideen und aktuelle Herausforderungen lokalisiert. Themen wie bspw.
- Schulwegsicherheit durch die Einführung von zusätzlichen Querungsmöglichkeiten,
- Verbesserung der Aufenthaltsqualität auf Wegen und Plätzen,
- Förderung der Radverkehrsverbindungen,
- Erreichbarkeit des ÖPNVs,
- Einführung von Tempo-30-Zonen,
- Prüfung von Ladestationen für E-Autos
wurden angesprochen. Im nächsten Projektschritt erfolgt die verkehrskonzeptionelle Untersuchung. Dabei werden verschiedene verkehrliche Planungsvarianten im Bereich der Fortführung der Mecklenburger Allee zur B103 (An der Stadtautobahn) sowie im Quartier um die Möllner Straße erarbeitet. Des Weiteren werden Einzelmaßnahmen (z. B. Querungsmöglichkeiten) für das gesamte Untersuchungsgebiet von Lichtenhagen geplant. Bis ins Frühjahr 2025 wird das Verkehrskonzept erarbeitet, sodass in einem weiterem Workshop mit wichtigen Anliegern sowie einer öffentlichen Projektvorstellung die Planungsmöglichkeiten zu diskutiert werden können.